Aktuelles | Information | Mitarbeiter | Kirche | Gremien | Gemeindeleben | Kindergarten | Kontakt
Boxbild
  Druckversion   Seite versenden

Geschichte St. Josef Wilhelmsthal

Nachdem der Kirchenbau genehmigt worden war, erfolgte im Frühjahr 1904 die Grundsteinlegung. Am 19.September 1905 wurde die Kirche von Erzbischof Friedrich Philipp von Abert feierlich eingeweiht.

Damals war Wilhelmsthal noch Teil der Pfarrei St. Ägidius Lahm. Die Kirchenstiftung von Lahm entschied am 6. November 1899 nach einer langen Diskussion, ob die Lahmer Kirche neu gebaut oder erweitert wird, daß Wilhelmsthal eine eigene Kirche bekommen soll. Erst nach einer namentlichen Abstimmung in Wilhelmsthal unternahm der damalige Pfarrer Johann Leisner alle Anstrengungen, in Wilhelmsthal eine neugotische Kirche erbauen zu lassen mit einer neugotischen wertvollen Ausstattung. Die Kirchenstiftung von Lahm scheute keine Kosten, zur Ehre Gottes am Eichsberg ein Gotteshaus würdig auszustatten und dem "ärmsten Dorf Bayerns" zur Verfügung zu stellen.

Zeitgleich mit dem Kirchenbau wurde auch das Pfarrhaus errichtet und mit dem Bau des Schwesternhauses begonnen. Obwohl der Transport des gesamten Baumaterials dieser Baugruppe sich äußerst schwierig gestaltete, die jetzigen Straßen waren zu der Zeit noch nicht vorhanden, wurden die drei imposanten Gebäude auf einer Höhenlage von 497Meter ÜNN in bemerkenswert kurzer Zeit erstellt. Dies lag vor allem daran, dass alle Wilhelmsthaler mit Hand anlegten und bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gingen. Neben den körperlichen Strapazen kamen auch noch erhebliche finanzielle Belastungen auf die Einwohner zu. Am 5. Oktober 1906 erhielt die Kirche „St. Josef“ mit Herrn Kuratus Josef Hotzel aus Marktzeuln ihren ersten Seelsorger.

Der erste Weltkrieg von 1914-1918 brachte viel Leid und fordert seine Opfer. 32 Männer aus Wilhelmsthal starben im Krieg. Am 13.Oktober 1918 starb der Wilhelmsthaler Oblatenpater Johann Augustin Suffa (der "Stütz'nhann") bei einer schwierigen Kanadamission an Grippe.

Auf Betreiben der Gemeinde und der öffentlichen Verbände wurde 1926 ein schönes Krieger-Ehrenmal vom Bildhauer Carlo Müller errichtet, das seinen Standort unterhalb des Pfarrhauses hatte, wo es leider wegen der ungünstigen Lage nicht die zu erwartende Würde ausstrahlte. Es wurde 1951 von Männern des Heimkehrerverbandes am Friedhofeingang neu aufgestellt.

In schwieriger Zeit, vor und während des zweiten Weltkrieges wirkte fast 22 Jahre (vom 01.01.1927 bis 01.12.1948 ) Kuratus Schramm, ab 1. Oktober 1938 zum Pfarrer ernannt, in Wilhelmsthal. Durch Erzbischof Dr. Jakobus von Hauck wurde die Kuratie St. Josef Wilhelmsthal mit Wirkung vom 1. Juli 1937 zur selbständigen Pfarrei erhoben.

Der zweite Weltkrieg (1939-1945) war auch für die Wilhelmsthaler eine schwere Zeit. Viel Trauer und Leid kam über den Ort. Nach Kriegsende waren 102 Männer aus Wilhelmsthal gefallen oder vermißt.

Vom 1.Januar 1949 bis zum 31. Dezember 1955 wurde Georg Ziegelhöfer als neuer Pfarrer ernannt.
Ab 1. Januar 1956 wurde er nach Neustadt a.d. Aisch versetzt. Sein Nachfolger wurde Johann Fröhlich, der zwölf Jahre in Wilhelmsthal als Pfarrer tätig war. Am 3.Mai 1950 feierte Rudolf Montag und am 22.Juni 1951 Ludwig Fröba ihre Primiz in Wilhelmsthal.

Auf Initiative der Trachtengruppe wird 1951 das erste Kreuz auf dem Eichsberg aufgestellt. Dieses wurde von Pfarrer Ziegelhöfer mit der ganzen Gemeinde feierlich eingeweiht. Das zweite Friedenskreuz wird 1979 am Eichsberg aufgestellt. Ende 1968 übernahm Pfarrer Hans Schöring, Pfarrer in Tschirn, die Pfarrei Wilhelmsthal.

Vom 1. Dezember 1972 bis 30. April 1989 war GR Rudolf Klemenz (29.07.51 zum Priester geweiht) Pfarrer in St. Josef. Wegen Priestermangels wurde ihm auch die Pastoration der Gemeinde Effelter übertragen. Sein 40-jähriges Jubiläum feierte er bei uns am Kirchweihfest 1991 in einem Festgottesdienst zusammen mit Pater Heinrich Döing OMI als Festprediger und Ortspfarrer Herbert Fischer.

Pfarrer Rudolf Montag feierte 1975 in Wilhelmsthal sein silbernes Priesterjubiläum. Pfarrer Rudolf Klemenz begrüßte beim Festgottesdienst neben den Eltern Pfarrer Montags auch Bürgermeister Zeitler und die Herren Gemeinderäte. Der dritte Konzelebrant war Pfarrer Ziegelhöfer aus Frensdorf. Der ehemalige Ortsgeistliche von Wilhelmsthal hatte den damaligen Studenten Rudolf Montag auf seinem Weg zum Priesteramt begleitet. Wie vor 25 Jahren hielt Pfarrer Paul Schubert aus Aschbach die Festpredigt.

Nachdem vor wenigen Jahren der Innenraum unserer Kirche "St.Josef" erneuert, den Bedürfnissen der neuen Liturgie angepaßt und eine Heizung eingebaut worden war, erfährt sie 1978 durch eine Bamberger Firma eine gründliche Außenrenovierung. Am 18.05.1989 starb Hochw. Geistlicher Rat Ludwig Fröba. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Wilhelmsthal.

Pfarrer Herbert Fischer wird ab 1. September 1989 zum Pfarradministrator von St. Josef ernannt und feierlich am 24.09.1989 durch Dekan Erhard Nüßlein, im Auftrag des Bamberger Erzbischofs, Elmar Maria Kredel, in sein neues Amt in Wilhelmsthal eingeführt. In der randvollen Josefs-Kirche verfolgen die Mitbürger die erste Messe des neuen 35jährigen Seelsorgers.

Am 06.02.1999 wird mit tatkräftiger Unterstützung von freiwilligen Helfern mit dem ersten Bauabschnitt der Generalsanierung unserer Pfarrkirche in Wilhelmsthal begonnen. Dieser Bauabschnitt umfasst die Vorarbeiten im Dachboden des Kirchenschiffes zum nachfolgenden Isolieren, Begasen und Bespritzen der Holzteile der Kirche.

Vom 8. bis 10. Dezember 2000 wurde der erste Benefiz-Weihnachtsmarkt rund um das Kirchengelände in Wilhelmsthal veranstaltet.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.Ok, verstanden.